Bräuche zur Hochzeitstorte
Rund um die Hochzeitstorte ranken sich verschiedene Bräuche und
liebgewonnene Rituale. Aber auch einiges an Aberglauben...
Das
gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte ist und bleibt wohl einer
der leckersten Höhepunkte der Hochzeitsfeier. Im Laufe der Jahrhunderte
hat sich so manch fester Ritus um dieses Konditoren-Kunstwerk entwickelt.
Highlight auf Ihrer Hochzeit - Das Anschneiden der Hochzeitstorte
Wann das Brautpaar die Hochzeitstorte am Hochzeitstag anschneidet,
ist weniger eine Frage der Tradition als des passenden Zeitpunktes.
Man kann sie zum Empfang als Begrüssungshäppchen anbieten,
bei der nachmittäglichen Kaffeetafel zum Mittelpunkt machen oder
sie, ganz traditionell, um Mitternacht anschneiden - wobei immer die
unterste Schicht zuerst unters Messer kommt.
Vor dem Anschneiden kommt jedoch noch eine recht sportliche Aufgabe
auf Braut und Bräutigam zu. Bei der Auswahl der Tortenform ist Folgendes
zu beachten.
Das Brautpaar küsst sich über der Hochzeitstorte. Es ist wichtig,
die Torte nicht zu berühren oder gar umzustossen. Man sagt, dies beschert
einen reichen Kindersegen
Tradition der Hochzeitstorte
Traditionellerweise schneidet die Braut das unterste Stück der
Hochzeitstorte an, der Bräutigam bekommt das erste Stück.
Zur Hochzeitstorte trinkt man traditionell Champagner. Dazu spricht
der Brautvater einen Toast auf die Jungvermählten.
Noch mehr Bräuche bei der Hochzeitstorte
Wer von dem Brautpaar die Hand beim Anschneiden der Hochzeitstorte
oben hat, wird im künftigen gemeinsamen Leben das Sagen haben.

Schieben sich Braut und Bräutigam gegenseitig Stück für
Stück der Torte in den Mund, so soll das für das künftige
Eheglück förderlich sein.
Jetzt aber bitte nicht um das Messer streiten und nicht beim gegenseitigen
Füttern den Partner aus Versehen mit der Gabel erdolchen...
Die oberste Schicht unversehrt lassen
Wenn Sie abergläubisch sind, schneiden Sie die oberste Schicht unter
keinen Umständen an. Dies bringt nach altem Glauben Unglück in die
Ehe. Die oberste Tortenschicht wird abgeschnitten und ein Jahr lang
kühl aufbewahrt. Danach ist die Gefahr gebannt.
Sagen Sie dem Konditor auf alle Fälle Bescheid, wie Sie verfahren
wollen. Er backt dieses Stück dann ganz speziell. Denn nicht jede
Zutat ist lange haltbar. Gerade bei Verzierungen und Füllungen aus
Sahne oder Eiweiss-Zuckerglasuren sollte die Torte nur kurze Zeit
aufbewahrt werden.
Wollen Sie nicht bis zum 1. Jahrestag warten, schmeckt die Torte auch
einen Monat nach der Hochzeit zum gemeinsamen Kaffee.
Bohnen und Marzipan
Traditionsbewusste Konditoren backen in die Torte zwei Orakel-Bohnen
ein - eine Gebrannte und eine Ungebrannte. Der Gast, der die gebrannte
Bohne in seinem Kuchenstück findet, verlobt sich als Nächster. Derjenige,
dem die Ungebrannte zufällt, bleibt dem Brauch nach für immer ledig.
Eine traditionelle Torte wird mit rosa oder weissem Marzipan überzogen.
Die Marzipanmasse enthält, neben Zucker und Rosenwasser, Mandeln.
Die wiederum haben seit alters her den Ruf, für Glück in der Liebe
zu sorgen.
Quelle Bilder:
Wilvorst, S. Weinstock |